20. Jahrhundert

kardiotr
Allgemeinanästhesie, Mitte des 20. Jhd.
  • 1900  Schneiderlinn kombinierte Skopolamin mit Morphin in der Psychiatrie.
    Landsteiner von der Universität Wien beschrieb die ABO-Blutgruppen.
  • 1901  M. F. Cathelin und M. A. Sicard entdeckten unabhängig voneinander die epidurale Wirkung des Kokains auf die Cauda equina.
  • 1902 A. G. Vernon Harcourt, F.R.S., beschrieb seinen Chloroform-Verdampfer.
    Der Australier E. 11.  Wembley beschrieb einen Todesfall durch vagale Hemmung des Herzens während der Chloroform-Anaesthesie.
    Charles K. Teter führte einen zweiten Apparat für die Verwendung von Lachgas und Sauerstoff ein.
    Seifert prägt den Begriff Anästhesiologie.
  • 1903 E. Fischer, und J. Von Mering gelang die Synthese des Veronals.
    E. Fourneau führte das Stovain ein.
  • 1904 Alfred Einhorn entdeckte das Novocain.
  • 1905 G. A. F. Erdmann gründete in den USA die erste Anaesthesistenvereinigung, die LongIsland Society of Anaesthetists, die sich später 1911 mit einer Gruppe aus Manhattan zur NewYork Society of Anesthetists vereinigte. Im Jahre 1935 hatte die Gesellschaft einen nationalen Charakter angenommen und wurde auf Vorschlag von Paul Wood 1936 in American Society of Anesthesiologists Inc. umbenannt.
    N. P. Krakow und Mitarbeiter demonstrierten den Wert des Hedonals als eines intravenösen Anaesthetikums.
  • 1906 Der Clarksche Narkoseapparat wurde entwickelt.  Ein Zentralventil mit einer Öffnung für jedes Gas erlaubte die Mischung der Gase.
    Alice Magaw berichtete über 14000 Fälle von Ethertropfnarkosen ohne einen einzigen Todesfall.
  • 1907 E. I. McKesson machte die Verwendung von Blutdruckmessungen populär.
    E. Payr berichtete über eine Methode der Umspritzung der Bauchwand mit Eukain und der Infiltration des periprostatischen Gewebes nach Cystotomie durch die Mucosa der Harnblase zurEnukleation der Prostata.
    Barthelemy und Dufour befürworteten das Insufflationsprinzip der Endotrachealnarkose.
    Guthrie und Pike erzielten bei ihren Versuchen, Blutverluste durch Plasma und Serum zu ersetzen,ausgezeichnete Ergebnisse.
    Barker nutzte die Krümmunge der Wirbelsäule bei der Spinalanalgesie aus und führte die hyberbaren Lösungen ein. Chevalier Jackson schrieb seine Arbeit über die Laryngoskopie.
    Bellamy Gardner führte seinen Drahtrahmen für die offene Ethernarkose ein.
  • 1908 Hewitt führte seine pharyngeale Luftbrücke ein. William Pasteur beschrieb den massivenLungenkollaps.  Louis Ombredanne (1871- 1956), ein Pariser Chirurg, beschrieb seinen Ether-Luft-Inhalator. Bier beschrieb die intravenöse Novokain-Analgesie.
    George Washington Crile beschrieb seine Theorie der „Anociassociation“ (American Surg. 1908, 47, 864).
    Yandell Henderson demonstrierte die Bedeutung des Sauerstoffs und Kohlendioxyds bei der Therapie der Asphyxie im Verlaufe der Anaesthesie oder infolge anderer Ursachen. William Crockier und Lee Irving Knight untersuchten die Ursachen des Verwelkens vieler in den Gewächshäusern Chicagos gezüchteter Nelken, deren Blüten sich schlossen und deren Knospen sich nicht öffnen wollten. Man führte dies auf die Wirkung des Ethylens im Leuchtgas zurück.
    J. Goyanes führte die intraarterielle Anaesthesie ein.
  • 1909 Arthur E. Guedel führte die intermittierenden Lachgasgaben in der Geburtshilfe und in der „kleinen Chirurgie“ ein, wobei der Patient sich diese selber verabreichte. S. J. Meltzer und John
    Auer. wandten die intratracheale Insufflation erfolgreich bei Tieren an. C. A. Elsberg setzte die intratracheale Insufflation mit Erfolg beim Menschen ein.
    Ludwig Burkhardt verabreichte das Chloroform und den Ether intravenös. R. Kümmell verabreichte Hedonal intravenös mit Erfolg bei seinen Narkosen.
  • 1910 E. I. McKesson vervollkommnete das erste Narkosegerät mit intermittierendem Lachgas-Sauerstoff-Fluß durch die Einführung einer genauen prozentualen Kontrolle beider Gase.
    Er führte auch die fraktionierte Rückatmung ein.
    W. D. Gatch führte ein Gerät ein mit durchsichtigem Etherverdampfer.
  • 1910-1911 J. A. Heidenbrink entwickelte die „gesteuerte Narkose“, bei welcher statt Lachgas Chlorethyl und Sauerstoff verwendet wurden. Reduzierventile dienten als Flowmeter.
  • 1911 Goodman Levy bewies, daß Chloroform durch Kammerflimmern bei flacher Anaesthesiezum Tode führen kann. Synthese des Luminals.
  • 1911-1912  Karl Conniell führte den nach ihm benannten Narkoseapparat ein.
    Boothby und Cotton führten einen Gasblasenströmungsmesser für Lachgas und Sauerstoff ein. Das „Ohio-Monovalve“-Gerät wurde zum Patent angemeldet und auf den Markt gebracht.
    Walter M. Boothby und F. J. Cotton schufen ein Narkosegerät mit Reduzierventilen und sichtbarem Gaszustrom.
    Boothby und Cotton führten einen Gasblasenströmungsmesser für Lachgas und Sauerstoff ein. das erste „Gwathmey-Woolsey“-Gerät wurde von Langsdorf gebaut. Läwen verwendete Kurare zur Muskelerschlaffung.
  • 1912  J. Goyanes berichtete über intrarterielle Novocaingaben.
    Kelly wendete erstmalig die intratracheale Insufflationsanaesthesie in England an.
  • 1913 Wilhelm Graef benutzte Ether in Verbindung mit intravenösen Gaben von Isopral.
    Danis beschrieb erstmalig die transsakrale Analgesie. Gwathmey führte die rektale Gabe von Ether in Öl ein. Noel und Souttar wendeten Paraldehyd intravenös an.
    Conell konnte an Hand seines „Anaesthetometers“ zeigen, daß die zur Narkose beim Menschenerforderliche Etherdampfspannung ungefähr 50 mmHg betragen muß. Boothby schuf eine Dosierungseinrichtung für Ether.
  • 1914 Gwathmey veröffentlichte sein Buch „Anesthesia“. Boothby entwarf eine exakte Skaleneinstellung für die sichtbaren, den Gasstrom regulierenden Flowmeter. Er arbeitete auch über die Gasspannung in Narkose. Forscher konstruierte seinen Sauerstoffapparat, der ohne Reduzierventile arbeitete.
    A. Hustin führte den Zusatz von Natrium citricum zum Transfusionsblut ein.
    Aote führte Natriumcitrat als Zusatz zum Transfusionsblut ein.
  • 1915 Richard Lewisohn führte Natrium citricum bei der Bluttransfusion ein. Es wird das“American Yearbook of Anesthesia and Analgesia“ herausgegeben. D. E. Jackson verwandte bei der Allgemeinnarkose Kohlendioxidabsorber.
  • 1916 S. W. Hurwitz erprobte erstmals klinisch die intravenöse Mucilago Kochsalzinfusion.
    Peyton Rous und J. R. Turner transfundierten tiefgekühlte Erythrocyten. F. E. Shipway führte sein Warm-Ether-Gerät ein (Lancet 1, 70).
    Elisabeth Bredenfeld berichtete über intravenöse Morphingaben kombiniert mit Skopolamin.
  • 1917  Edmund Boyle beschrieb sein tragbares N2O/O2-Gerät, dessen Chloroformflasche 1920 eingebaut wurde.
    Avertin wurde von Meerwein synthetisiert und von Eichholz beschrieben.
  • 1918 Frank C. Mann experimentierte mit Blutersatzmitteln bei Schockzuständen. Luckhardt und Thompson entdeckten die anaesthetischen Eigenschaften des Ethylens.
    Peyton Rous und Wilson transfundierten Blut, Plasma und Akaziensaft.
  • 1919 James Gwathmey und Frank McMechan gründete die American Association of Anaesthetists.
  • 1920 Bardet berichtete über seine experimentellen Erfahrungen mit dem Somnifen, einem Barbiturat, als Narkotikum.
    I. W. Magill entwickelte die Endotrachelanarkose weiter.
    Gaston Labat zeigt, daß die meisten Operationen in Lokal-, Regional- oder Spinalanaesthesie durchgeführt werden können.
    A. E. Guedel veröffentlichte „Signs of Anesthesia“.
    Fidel Pages entwickelte die Epidermal-Anaesthesie.
  • 1921 Koshiro Nakagawa gab Ethylalkohol intravenös.
  • 1922 Gaston Labat veröffentlichte sein Werk „Regionalanaesthesie“.
    A. G. Levy veröffentlichte sein Buch „Chloroforrn Anesthesia“. Die Sektion Anaesthesie der „British Medical Association“ veranstaltete ihr erstes Treffen.
    „Current Researches in Anesthesia and Analgesia“ erschien zum ersten Mal.
  • 1923  A.B. Luckhardt, J. B. Carter und Isabella Herb untersuchten genauer die physiologische Wirkung des Ethylens und kamen zu dem Ergebnis, daß es wirksamer war als Lachgas.  Sie erprobten als erste das Ethylen klinisch.
    Das „British journal of Anaesthesia“ erschien zum ersten Mal.
    C. J. Gauss und H. Wieland berichteten über die klinische Anwendung des Narkylens.
    Hans Finsterers Buch „Lokalanaesthesie“ wurde ins Englische übersetzt.
    W. E. Brown führte Experimente nit Ethylen als primärem Anaesthetikum durch.
    Ralph M. Waters entwickelte Sodalime als Kohlendioxydabsorber. R. Foregger konstruierte dastragbare „Seattle“-Narkosegerät.  Es hatte vier Anschlüsse, je einen für Lachgas, Ethylen,Kohlendioxid und Sauerstoff sowie eine Etherflasche.
  • 1924  J. A. Heidbrink schuf das Lundy-Heidbrink-Narkosegerät.  Es bestand aus zweigegabelten Ausflußhähnen für jedes der folgenden Gase: Lachgas, Ethylen, Kohlendioxyd und Sauerstoff und einer Etherasche Es wies ein automatisches Ausschaltventil auf, welches sich verstellen ließ und durch den Beuteldruck betätigt wurde. Albert H. Miller veröffentlichte Beobachtungen über die thorakale (aufsteigende respiratorische) Paralyse unter allgemeiner Anaesthesie.
    Howard Wilcox Haggard (1891-1959) veröffentlichte seine klassischen Arbeiten über „The Absorption, Distribution and Elimination of Ether“, J. biol.  Chem. 1924. 59. 737 und folgende Seiten.
    Wesley Bourne wies auf  den Mechanismus der Acidose in Narkose hin.
    Fredet und Perlis führten die intravenöse Anwendung von Sornnifen ein.
    L. Bogendörfer führte das Dial als intravenöses Narkoticurn ein.
  • 1925 R. Feissiy berichtete über die klinische Brauchbarkeit des Blutplasmas .
  • 1926 O. Butzengeiger wandte als erster Avertin in der rektalen Anaesthesie für klinische Zwecke an. Erstmaliges Erscheinen der deutschsprachigen Zeitschrift „Narkose und Anaesthesie“ .
  • 1927 Konzept der ausgewogenen Anaesthesie von J. S. Lundy aufgestellt (Minn.  Med., 1926. 9399).
    Pitkin führte Spinokain ein und machte die Spinalanaesthesie populär.
    Ocherblad und Dillon verwendeten Ephedrin bei der Spinalanalgesie. um Blutdrucksenkung zu verhindern.
    R. Bumm führte das Pernoston ein.  Es war das erste Mittel, das sich in der intravenösen Anaesthesie durchsetzen konnte.
    Es fand das erste Treffen der „Section of Anaesthesia“ der „Canadian Medical Association“ statt.
  • 1928 Brian C. Sword führte das geschlossene Kreislaufsystem in der Anaesthesie ein.
    Lucas und Henderson lieferten experimentell den Beweis für die anaesthetischen Eigenschaften des Cyklopropans.
    Geza de Takats veröffentlichte das Buch „Lokalanaesthesie“.
  • 1929 Die Zeitschrift „Schmerz“ ging in der Zeitschrift „Narkose und Anaesthesie“ auf.
    M. G. Maetin begründet die Anwendung von Ethylalkohol als intravenöses Anaestheticum.
    L. G. Zerfas und Mitarbeiter berichteten über die intravenöse Gabe von Natriumamytal, das von
    1929 bis 1933 das am meisten gebrauchte intravenöse Anaestheticum war.
    R. E. Farr. veröffentlichte die 2. Auflage von „Practical Local Anesthesia“.  Die erste Auflage erschien 1923.
  • 1930 J. T. Gwathmey teilte seine Erfahrungen bei über 20000 geburtshilflichen Narkosen mit.Dieser Bericht führte dazu, dass während der Wehen Anästhetika großzügiger angewandt wurden.
    R. M. Waters verabreichte Cyklopropan als Narkosemittel beim Menschen.
    Chauncey D. Leake und M. Y. Chen schlugen vor, Divinylether zur Narkose zu verwenden.
  • 1931 J. S. Lundy berichtete über die intravenöse Verwendung von Nembutal als Hypnotikum.
    Achille Mario D. Dogliotti (1897-1966) führte in Italien die extradurale Spinalanalgesie wieder ein.
  • 1932 C. L. Hewer publizierte erstmals „Recent Advances in Anaesthesia and Analgesia“.
    H. Weese und W. Scharpff führten das Evipan ein.
    Das Lundy-Heidbrink-Kinetometer erschien auf dem Markt. Es diente als Absorber.
    Gründung der Association of Anaesthetists of Great Britain and Ireland.
  • 1933 R. J. Minnitti aus Liverpool entwarf ein Anaesthesiegerät zur Selbstverabreichung von N2O und Luft unter der Geburt.
    Guedel beschrieb seine Luftbrücke.
    Erste Veröffentlichung der Zeitschrift „Bulletin of National Association of Nurse Anaesthetists“.
    S. Goldschmidt und I.S. Ravdin, u. a. empfehlen Divinylether zu Narkosezwecken.
  • 1934 J. A. Stiles, R. M. Waters, W.B. Neff und E.A. Rovenstine benutzten Cyklopropan zur Narkose. Sie gaben ihre klinischen Erfahrungen bekannt.
    J.S. Lundy setzte sich für intravenöse Narkose mit Pentothal ein.
    G. R. Vehrs veröffentlichte „Spinal Anesthesia“.
  • 1935 Abhaltung der ersten Prüfung zum Erwerb des Diploma of Anaesthetist (D. A.).
    Vom „Royal College of Physicians and Surgeons“ wurden Diplomprüfungen für Narkoseärzte geschaffen.
    C. Striker, S. Goldblatt, 1. S. Warm und D. E. Jackson benutzten zur Narkose das Trichlorethylen.
    M. D. Nosworthy veröffentlichte „The Theory and Practice of Anaesthesia“.
    Das „Giornale Italiano di Anestesia e di Analgesia“ erschien erstmals.
    Das Journal „Anesthesie et Analgesie“ wurde erstmals herausgegeben.
    W. Bourne erhielt als erster die Hickmann Medaille.
    Filatov und Kartasevskij berichteten über erfolgreich verlaufene Plasmatransfusionen an 72 Menschen.
  • 1936 A.L. Barach berichtete über die therapeutische Heliumanwendung.
  • 1937  Guedels „Inhalation Anaesthesia“ veröffentlicht.
    Das „American Board of Anesthesiology, Inc.“ wurde gegründet.
    „Anesthesia Abstracts“ erschienen zum ersten Mal.
    A.E. Hertzler veröffentlichte „Die Technik der Lokalanaesthesie“, 6 Auflage (l.  Auflage 1912).
  • 1938 I. W. Magill erhielt als zweiter die Hickmann Medaille.
    H. Maxson veröffentlichte das Buch „Spinalanaesthesie“.
    H. K. Beecher veröffentlichte „Physiology of Anesthesia“.
    Crafoord wendete bei chirurgischen Eingriffen einen Überdruck-Ventilator, nämlich Frenkners Spiropulasator, in Stockholm an.
  • 1939 Synthese des Dolantins (Pethidin) durch Schaumann und Eisleb an den Farbwerken Hoechst.
    P. D. Woodbridge, J. W. Hortonund K. Conell berichteten über Interkuppler.
    F. W. Clement veröffentlichte seine Monographie „Nitrous Oxide-Oxygen Anesthesia“.
    Es erschien die „Revista Argentina de Anestesia y Analgesia“.
  • 1940 W. T. Lemmon führte die Methode der kontinuierlichen Spinalanaesthesie ein.
    Im Juli wurde die Zeitschrift „Anesthesiology“ erstmals herausgegeben.
    C. Black, G. E.. Shannon und J. C. Krantz berichteten über Erfahrungen bei der Anaesthesie mit Cypromether.
    G. W. Robbins gibt die Monographie „Cyclopropananaesthesie“ heraus.
    G. W. Jones, R. E. Kennedy und G. J. Thomas empfehlen zur Verhütung von Explosionen die Zumischung von inerten Gasen zu den Inhalationsanaesthetika.
  • 1941 Die Sektion Anaesthesiologie der „American Medical Association“ veranstaltete ihr erstes Treffen.
    A. E. Guedel erhielt als dritter die Hickmann Medaille.
    N. A. Gillespie veröffentlichte sein Buch „Endotracheal Anesthesia“.
    Hewer und Hadfield traten für das Trichlorethylen ein.
  • 1942 Allen veröffentlichte seine Arbeit über Gefrier-Analgesie.
    Griffith und Johnson aus Montreal verwendeten Kurare zur Anaesthesie.
    Hingson und Edwards traten für ihre Technik der fortlaufenden Kaudalanalgesie ein.
    W. B. Edwards und R. A. Hingson beschrieben die Anwendung der kontinuierlichenSakralanaesthesie in der Geburtshilfe.
    J. S. Lundy veröffentlichte „Clinical Anesthesia“.
    Die „American Medical Association“ gab die Monographie „Fundamentals of Anesthesia“ heraus.
  • 1943 N. R. James trat mit seinem Werk „Regional Analgesia for intraabdominal Surgery“ an die Öffentlichkeit.
    Macintosh in Oxford beschrieb sein gebogenes Laryngoskop.
  • 1944 R. M. Waters erhielt die 4. Hickmann Medaille.
    R. C. Adams veröffentlichte „lntravenous Anesthesia“.
    P. J. Flaggs Buch über „The Art of Anaesthesia“ erschien in der 7. Auflage. Die erste Auflage war1916 herausgegeben worden.
    Das Standardwerk „Fundamentals of Anesthesia“ erlebte seine 2. Auflage, für die der „National Research Council“ verantwortlich zeichnete.
    R. J. Minnitt und J. Gillies veröffentlichten ihr „Textbook of Anaesthetics“ in der 6. Auflage.
    C. B. Lull und R. A. Hingson waren die Autoren von „The Control of Pain in Childbirth“.
    C. B. Tuohy berichtete über die Verwendung eines Katheters an Stelle der Punktionskanüle, wodurch die Methode der kontinuierlichen Spinalanaesthesie eine weitere Verbesserung erfuhr.
    C. L. Hewers „Recent Advances in Anaesthesia and Analgesia“ erlebte die 5. Auflage.
    M. L. Binder und A. Klein verwandten bei gewissen Anämieformen ein Erythrocytensediment als Transfusionslösung.
    L. Dautreband, E. Philippot und M.-J. Dallemagne veröffentlichten ihre „lntroduction a l’etude de l’anesthesie“.
    A.  Gronwall und B. Ingelmann teilten ihre Ergebnisse bei der Verwendung von Dextran, einem Plasmaexpander, mit.
  • 1945 P. M. Wood war der erste Preisträger des „Distinguished Service Award“ der „American Society of Anesthesiologists“.
    E. B. Tuohy vervollkommnete die Technik der kontinuierlichen Spinalanaesthesie.
  • 1946 G. Kaye veröffentlichte das Buch „Anaesthetic Methods“ zusammen mit R. H. Orton und Dr. G. Reuton.
    Die Sektion Anaesthesie wurde als eine Einrichtung der „Royal .Academy of Medicine“ in Irland ins Leben gerufen.
    Jahrhundertfeier von Mortons erster öffentlicher und von Erfolg gekrönter Schwefelethernarkose.
    Die Feier fand in Boston, Massachusetts, statt, unter der Schirmherrschaft der Anaesthesiologenvereinigung Neu-Englands und der Amerikanischen Gesellschaft für Anaesthesiologie (17.  Oktober).
    S. C. Cullen veröffentlichte sein Buch „Anesthesia in General Practice“.
    J. Adriani gab sein Werk „The Chemistry of Anesthesia“ heraus.
    Das offizielle Organ des Berufsverbandes der Anaesthesisten Großbritanniens und Irlands, „Anaesthesia“, begann sein Erscheinen.
    G. P. Pitkins (1885-1943) Buch „Leitungsanaesthesie“ wurde nach seinem Tode von J. L.Southwarth und R. A. Hingson herausgegeben.
    R. M. Waters wurde als zweiter mit der „Distinguished Service Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Anaesthesiologie ausgezeichnet.
    R. R. MacIntosh und W. W. Mushin gaben ihr Buch „Physics for the Anaesthesist“ heraus.
  • 1947 R. A. Hingson und J. G. Hughes schlugen die Technik der „Druckinjektion“ oder den „subkutanen Spray“ für die Applikation von Medikamenten vor.
    A. F. Erdmann erhielt als dritter den „Distinguished Service Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Anaesthesiologie.
    J. A. Lee veröffentlichte sein Werk mit dem Titel „A Synopsis of Anaesthesia“.
    J. Adriani gab sein Buch „Techniques and Procedures of Anesthesia“ heraus.
    J. U. Humans „Blind Intubation and the Signs of Anaesthesia“ erlebte die 3. Auflage.
    Das „Oximeter“, eine elektronische Vorrichtung zur Bestimmung des Sauerstoffanteils verschiedener Gasmischungen, wurde auf den Markt gebracht.
    H. M. Seldin veröffentlichte „Practical Anaesthesia for Dental and Oral Surgery“, 3. Ausgabe.
    M. Saklad und andere vervollkommneten die Technik der fraktionierten segmentalen Spinalanaestbesie.
    Die Zeitschrift Anaesthesia erschien.
  • 1948 Erste klinische Anwendung von Lignokain (Xylokain) durch T. Gordh.
    Erste Anwendung der Anaesthesie mit Blutdrucksenkung durch Grifliths und Gillies in Edinburgh.
    J. S. Lundy und Mitarbeiter führten Röntgenuntersuchungen zur Prüfung der exakten Lage der Nadelspitzen bei diagnostischen und therapeutischen Blocks ein.
    H. Cherry und I. M. Pallin gebrauchten in 1000 Fällen Musik erfolgreich als Hilfsmittel der Anaesthesie.
    J. S. Lundy wurde vierter Träger des „Distinguished Service Award“ der „American Society of Anaesthesiologists“.
    N. A. Gillespie gab die 2. Auflage des Buches „Endotracheal Anaesthesie“ heraus.
    M. D. Leighs und M. K.  Beltons „Pediatric Anaesthesia“ erschien.
    R. J. Minnit und J. Gillies veröffentlichten die 7. Ausgabe des „“Lehrbuches der Anaesthesie“.
    W. N. Kaup gab „Grundlagen der Anaesthesie“ heraus.
    Erstmaliger experimentellen Gebrauch von radioaktivem Pentothal. (Synthetisiert von D.  L. Tabern, J. S. Lundy überreicht, angewandt von J. L. Bollmann.)
    C. E. Corlette veröffentlichte: „A surgeon’s guide to local anaesthesie: A manual of shockless surgery“.
    H. W. C. Griffiths und J. Gillies erzielten Vasodilatation und Hypotension durch eine Kombination von totaler Sympathikusblokade oder hoher Spinalanaesthesie mit Paralyse der sympathischen Nerven im Thoraxbereich.
    D. E.  Hale berichtete über kontrollierte Hypotension bei arteriellen Blutungen während Schädel- und Fensterungoperationen.
    W. D. M. Paton und E. J. Zaimis riefen Vasodilatation und Hypotension während der Anaesthesiedurch Pentamethonium hervor.
  • 1949 Die Am.  Soc.  Anesth. führte Fortbildungskurse ein.
    Beim jährlichen Treffen der American Society of Anaesthesiologists im Dezember wurde ein Symposion über Schmerz abgehalten.
    Es wurde die „lndian Society of Anaesthesists“ gegründet.
    C. L. Burstein führte die Dauerschreibung des EKG ein, um sonst klinisch nicht unterscheidbare Unregelmäßigkeiten während der Anaesthesie zu entdecken und diagnostizieren.
    F. T. Evans gab das Werk „Modern Practice in Anaesthesie“ heraus.
    F. F. Snyder veröffentlichte „Obstetric Analgesia and Anaesthesia, their effects upon labor and the child“.
    A. Faulconer, jr., J. W. Pender und R. G. Bickford verwandten das EEG, um die Anaesthesie-Wirkung von Lachgas bei hohem Partialdruck bei fehlender Anoxie zu demonstrieren.
    E. H. Wood, J. E. Geraci, M. Neher und L. Cronin berichteten über eine Methode zur Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung beim Menschen unter Verwendung einer photoelektrischen
    Zelle.
    J. Adriani erhielt den „Distinguished Service Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Anaesthesiologie.
  • 1950 A.E. Guedel wurde mit dem „Distinguished Service Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Anaesthesiologie ausgezeichnet.
    R.F. Courtin, R.  G. Bickford und A.  Faulconer jr. klassifizierten die EEG-Veränderungen bei Lachgas-Ether-Anaesthesie während der Operation.
    Fortbildungskurse in weiterführender Anaesthesie wurden beim Jahrestreffen der American Society of Anaesthesiologists begründet.
    Die 2. Auflage von J. A. Lees „A Synopsis of Anaesthesia“ erschien.
    W. G. Bigelow und seine Kollegen aus Toronto beschrieben die künstliche Hypothermie für die Herzchirurgie.
  • 1951  Erstes Erscheinen der deutschsprachigen Zeitschrift „Der Anaesthesist“.
    Suckling synthetisierte das Halothan.
    S. V. Mead veröffentlichte die 2. Auflage von „Anaesthesia in Dental Surgery“ (l.  Auflage 1935).
    F. W. Clements „Nitrous oxide-oxygen Anesthesia“ erschien in der 3. Auflage.
    „Revista Brasileira de Anestesiologia“ erschien als offizielles Organ der „Sociedade Brasileira de Anestesiologia“.
    A. F. Guedel veröffentlichte sein Buch „lnhalation Anesthesia: a fundamental guide“ in der 2. Auflage.
    S. C. Cullens „Anesthesia in general practice“ erschien in der 3. Auflage.
    T. A. B. Harris gab sein Buch „The Mode of Action of Anaesthetics“ heraus.
    R.  M. Tovell erhielt den „Distinguished Service Award“ der „American Society of Anesthesiologists“.
  • 1952 „Revista Mexicana de Anestesiologia“, offizielles Organ der „Sociedad Mexicana de Anestcsiologia“ erschien.
    J.  Adriani gab die 3. Auflage von „The Pharmacology of Anesthetic Drugs“ heraus.
    „Der Anaesthesist“, Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Anaesthesiologie erschien.
    Am 5. Juli wurde in Zürich die Schweizer und die Österreichische Gesellschaft für Anaesthesiologie gegründet.
    R. R. McIntosh und F. B. Bannister gaben die 5. Auflage von „Essentials of General Anaesthesia“ heraus.
    H. S. Ruthi erhielt für 1952 die „Distinguished Service Award“ der „American Society ofAnesthesiologists“.
    A.  Faulconer, jr. beschrieb eine quantitative und objektive Methode zur Untersuchung eines Medikaments auf die pharmakologischen Wirkungen eines anderen.
    V. J. Collins veröffentlichte „Principles and Practice of Anaesthesiology“.
    Mollison, Sloviter und Chaplin gaben die Schnellgefriermethode getrockneter und in Glyzerin gebetteter Erythrocyten an, womit sie diese ohne größere Schädigung ein halbes Jahr
    aufbewahren konnten.  Die Grundlagen des Verfahrens stammten von A. U. Smith.
    Der Zweite Skandinavische Kongreß für Anaesthesiologie fand in Stockholm statt.
    Es wurde die US-amerikanische „Academy of Anesthesiology“ ins Leben gerufen.
    Der Erste Österreichische Anaesthesiologenkongreß fand in Salzburg statt. Es wurde der Berufsverband Deutscher Anaesthesisten gegründet.
    Das „Japanes journal of Anesthesiology“ erschien erstmals.
  • 1953  Erste Prüfung zur Aufnahme als Fellow in der Faculty of Anaesthetists of the Royal College of Surgeons of England in London.
    J. Gillies (Edinburgh) erhielt die goldene Hickman Medaille.
    M. J. Nicholson,  S. J. Sarnoff und J. P. Crehan beschrieben die intravenöse Anwendung eines Thiophaniumderivats zur gut steuerbaren Hypotension während der Operation.
    F. M. Offenkrantz, S. Margolin und D. Jackson schlagen in einem vorläufigen Bericht die routinemäßige Beigabe von Chlortrimeton direkt zur Blutkonserve zur Verhinderungnichthämolytischer Transfusionsreaktionen vor.
    In Tel-Aviv wurde die Israelitische Gesellschaft der Anaesthesisten gegründet.
    Die Deutsche Gesellschaft für Anaesthesie wurde gegründet und der Facharzt fürAnaesthesiologie geschaffen.
    Es erschien erstmals das „Indian Journal of Anaesthesia“ in Neu-Delhi.
    J. J. Bonica veröffentlichte sein Buch über „The Management of Pain“.
    M.  Saklad veröffentlichte sein Werk über „Inhalation Therapy and Resuscitation“.
    M. Amano schrieb das erste Lehrbuch in japanischer Sprache mit dem Titel „Anaesthesiologie“.
    D.  Moore veröffentlichte seine Monographie über „Regional  Block“‚.
  • 1954 Die japanische Gesellschaft für Anaesthesiologie hielt in Tokio ihr erstes Treffen ab.
    In Shanghai erschien das erste Lehrbuch der Narkose in chinesischer Sprache von J. J. Wu.
    Bursteins „Fundamentals of Anesthesia“ erschien in der 3. Auflage.
    Es erschien die 2. Auflage des Buches „Modern Practice of Anesthesia“ von F. T. Evans.
    D. E.  Hale gab das Lehrbuch „Anesthesiology by 40 American Authors“ heraus.
    Das „Canadian Anaesthesists‘ Society journal“ erschien zum ersten Mal.
    Das „Lehrbuch der Anaesthesiologie“, herausgegeben von Frey, Hügin und Mayrhofer, erschien in der ersten (deutschen und spanischen) Auflage.
  • 1955 Viadril, ein synthetisches Steroid ohne bekannte Hormonwirkung, wurde als Anaesthetikum
    entdeckt.
    J. S. Lundy prophezeite für die nahe Zukunft den Beginn einer neuartigen, sicheren und angenehmeren Narkose durch Vervollkommnung der Analgesie.
    In Scheveningen wurde der Erste Weltkongreß des Weltbundes der Anaesthesiegesellschaften abgehalten.
    R. Virtue veröffentlichte sein Buch „Hypothermic Anesthesia“.
    Björk und Engström beschrieben die maschinelle einphasische Überdruckventilation zur Behandlung der postoperativen Ateminsuffizienz.
  • 1956 M. Johnstone wendete Halothan klinisch an.
    Der Vierte Kongreß der Skandinavischen Gesellschaft der Anaesthesiologie wurde in Helsinki abgehalten.
    Es fand die Gründung der „Far East Society of Anesthesiologists“ statt.
    Die „Anesthesia Memorial Foundation“ wurde ins Leben gerufen.
  • 1957 Es begann die Ära der „Ataralgesie“, einer oberflächlichen Anaesthesie durch Verwendung größerer Mengen Analgetika als dies bisher bei chirurgischen Eingriffen üblich war.
    Dr. D. Bovet erhielt den Nobelpreis für Medizin in Anerkennung seiner Verdienste bei der Synthese Curare-ähnlicher Verbindungen ,die als Muskelrelaxantien in die Anaesthesie Eingang fanden.
    Die Europäische Vereinigung der Anaesthesiologen hielt in Turin ihr erstes Treffen ab.
    Die „Acta Anaesthesiologica Scandinavica“ erschienen erstmals.
    Ein neues Journal „Survey of Anesthesiology“ erschien.
    I. S. Cooper führte gezielte Injektionen in den globus pallidus (einem Thalamusabschnitt) aus, wodurch die Symptome des Tremors und der Rigidität beim Morbus Parkinson zeitweise beseitigt werden konnten.
    D. Moore veröffentlichte die 2. Auflage seines Buches „Regional Block“.
    Stoelting beschreibt das Methohexital.
  • 1958 Die „Audio-Digest-Foundation“ (Fortbildung durch ausgewählte Themen auf Tonbändern ) führte die ersten Subskriptionsreihen auf dem Gebiet der Anaesthesiologie ein.
    MacIntosh, Mushin und Epstein veröffentlichten das in 2. Auflage erscheinende Buch „Physics for the Anaesthetist“ in englischer und deutscher Sprache.
    Petrov berichtete über seine in 28 Jahren gesammelten Erfahrungen mit der Transfusion von Leichenblut in 27000 Fällen.
  • 1959 Lundy gelang die Beherrschung des Dauerschmerzes ohne Suchtgefahr für den Patienten.
    Gründung der Faculty of Anaesthetists durch das Royal College of Surgeons in Ireland.
    Einführung der Neuroleptanalgesie durch De Castro und Mundeleer.
  • 1960 Der Fünfte Lateinamerikanische und Achte Mexikanische Kongreß für Anaesthesiologie fand in Mexiko statt.
    Der Zweite Weltkongreß für Anaesthesiologie fand in Toronto statt.
    Einführung von Methoxyfluran.
  • 1965  Einführung der Ketamin-Analgesie durch Domino und Corssen.
  • 1967 Einführung einer rektalen Suspension von Thiopental zur rektalen Basisnarkose.
    Einführung von Clonidin Ende der 60er Jahre.
  • 1970 Einführung von Enfluran.
  • 1973 A. Doenicke führte Etomidat in die Klinik ein.
    Benzodiazepine wie Diazepam und Flunitrazepam werden als i.v. Basisnarkosemittel eingesetzt.
  • 1979 Midazolam wird eingeführt.
  • 1982 Einführung von Isofluran.
  • 1993 Einführunf von Sufentanil und Eltanolon.
  • 1996 Einführung von (S)-Ketamin und Remifentanil.
    Einführung der  „Target-controlled infusion“ (TCI).
  • 1997 Einführung von Xenon.
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